Legasthenie und LRS: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe „Legasthenie“ und „Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)“ werden oft synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Ursachen haben und daher verschiedene Förderansätze benötigen.
Die Legasthenie
Schätzungen zufolge sind etwa 15 % der Weltbevölkerung von Legasthenie betroffen. Das bedeutet, dass in einer durchschnittlichen Schulklasse mit 20 Kindern statistisch gesehen drei Schüler betroffen sein könnten.
Die Ursache
Legasthenie ist genetisch bedingt und wird vererbt. Sie ist keine Folge von mangelnder Intelligenz oder unzureichendem Lernen.
Woran erkennt man Legasthenie
- Zeitweise Unaufmerksamkeit des Kindes, wenn es unmittelbar mit Buchstabensymbolen beschäftigt ist
- Unterschiedliche Sinneswahrnehmung, die das Lesen und Schreiben erschwert
- Wahrnehmungsfehler durch diese unscharfen Sinneswahrnehmungen beim Lesen und Schreiben, ohne dass das Kind es bemerkt
Die erworbene Lese- Rechtschreibschwäche (LRS)
Im Gegensatz zur Legasthenie entsteht eine LRS durch bestimmte Ereignisse oder belastende Lebensumstände (z.B. eine längere Krankheit, Schulwechsel, familiäre Probleme). Oft ist eine LRS vorübergehend und lässt sich durch gezieltes Trainieren der konkreten Schwierigkeiten gut beheben.
Entscheidend für den Erfolg ist, beide Formen richtig zu erkennen und jedes Kind individuell zu fördern.
